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Bierbrauerei Baldes in Saarbrücken

Einige historische Rückblicke

Jakob Baldes, der Urgroßvater der heutigen Eigentümer, war Brauer, Wirt und Fuhrunternehmer. Bis zum Jahre 1860 unterhielt er am St. Johanner- Markt - Ecke Kaltenbachstraße - eine kleine Brauerei, wie es im vorigen Jahrhundert viele in unserer Stadt gab, eine Wirtschaft und ein Fuhrunternehmen. Er erwarb 1860 von der Grubenverwaltung für den Betrag von 10.000,-- Talern das Gelände zwischen Saar und Bahnhofstraße (damals noch Staatsstraße) und Ufergasse und Sulzbach. Das Gelände war für die Grube als Kohlenhafen entbehrlich geworden, da mit dem Bau der Eisenbahnlinie Saarbrücken Bingerbrück die Kohlen per Bahn verfrachtet wurden.

Auf dem neu erworbenen Gelände baute er Ecke Bahnhofstraße und Ufergasse ein Wohnhaus mit einer Gastwirtschaft und dahinter die Brauerei. Die Brauerei betrieb er selbst bis in die90er Jahre. Das Wahrzeichen der Gaststätte war der heute noch erhaltene „Braubursche“.

Zwei Söhne seiner großen Familie mit 7 Kindern blieben im elterlichen Geschäft, das sie auch später übernahmen. Um 1900 modernisierten und erweiterten sie die Brauerei. Für diese Investitionen und zur Abfindung ihrer Geschwister nahmen sie bei der Freiherr von Stumm‘schen Vermögensverwaltung Halberg ein größeres Darlehn auf. Doch im Jahre 1923 beschlossen sie, die Brauerei aufzugeben und die vorhandenen Gebäude und das Gelände zu verpachten bzw. anderweitig zu verwenden, da keine männlichen Nachkommen ihnen folgten. Die Wirtekundschaft wurde der Brauerei Neufang übergeben.

Im 2. Weltkrieg wurden die Gebäude Bahnhofstraße 47 und 49 durch Fliegerangriffe fast völlig zerstört. In den ersten Nachkriegsjahren war aus finanziellen Gründen an einen Wiederaufbau nicht zu denken. Auch sah die städtische Planung die Erweiterung der Bahnhofstraße durch den Einbau von Arkaden vor. Die finanzielle Regulierung zog sich allerdings noch jahrelang hin.

Aber 1948 entschlossen sich die 3 Töchter zum Wiederaufbau ihres Grundbesitzes in der heutigen Form. Große Teile des Grundstückes wurden öffentlichen Zwecken zugeführt.  - Bau der Berliner Promenade,

- Bau der Straße „Am Steg“     

- Erweiterung der Bahnhofstraße durch Einbau von Arkaden

andere Teile wurden an private Interessenten verkauft und in der Zwischenzeit bebaut.

Das Herzstück blieb im Eigentum der Familiengemeinschaft. Darauf sind die Geschäftshäuser Bahnhofstraße 47 und 49 und Am Steg errichtet. Seit 1973 ist das Eigentum mit gewissen Einschränkungen von den Schwestern Baldes an die nächste Generation und Anfang dieses Jahrhunderts schon in die 5.Generation übergegangen.